Architektenwettbewerb Gästehaus - Bildungsinstitut Grillhof

Die Form und Lage des neuen Gästehauses am Grillhofareal erwächst aus dem Anspruch, die innere Struktur und das Raumprogramm auf möglichst einfache und logische Weise zu realisieren und der Bemühung, den Außenraum durch die Positionierung des Neubaus zu den vorhandenen Baukörpern zu ergänzen, ohne jedoch die bereits bestehenden Freibereiche abzuwerten.

Im Zwischenraum der Baukörper entsteht so das verbindende Element eines Platzes. Dieser „missing link“ definiert einen Willkommensbereich und einen Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität.

Der Baukörper reagiert auf den entstehenden Zwischenraum mit einem Rücksprung über die gesamte Fassadenlänge, wodurch ein großzügiger, überdachter Eingangsbereich entsteht. Das führt zum einen zu einer logischen und einfach zu lesenden Wege- und Erschließungsführung, zum anderen bildet diese Nische auch einen adäquaten Übergang und Puffer zwischen den inneren (privaten) und äußeren (öffentlichen) Räumen.

Erschließung und Orientierung:

Die ostseitige Positionierung des Stiegenhauses und der entstehenden „Sogeffekt“ des Rücksprunges beim Eingangsbereich leitet den Ankommenden auf selbstverständliche Art und Weise ins Gebäude.

Im Erdgeschoss befindet sich auf der Nordseite, der Aufenthaltsraum, der sich sowohl zum Garten als auch zum Platz hinwendet. Südseitig orientiert befindet sich die 3 Zimmer Wohnung des Haustechnikers, die dem öffentlichen Geschehen im Haus den Rücken zudreht.

Die 2 Obergeschoße sind als zwei exakt gleiche Regelgeschoße konzipiert und beinhalten jeweils fünf Besucherzimmer und jeweils eine 2 Zimmer Wohnung.

Die Carports sind als nicht konditionierte Bereiche ins Kellergeschoss integriert.  Das Naheverhältnis zum Erschließungskern mit Liftanlage ermöglicht so eine völlig barrierefreie Erschließung für Besucher mit besonderen Bedürfnissen der gesamten Anlage. Der Holzbau darüber bietet sich als bereits „vorhandenes“ Dach an.

Loading...